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Philosophie
Das Spiel selbst:
Jeder der zum ersten mal versucht mit einem Golfschläger einen Ball auch nur in die Nähe des gewünschten Ziels zu kommen wird feststellen wie schwer das eigentlich ist. "Das sieht immer so leicht aus" ist der Satz den man am häufigsten hört. Tatsächlich ist Golf schwer. Golf ist sauschwer! Das liegt zum einen an der Technik. Man kann ganze Biblio- und inzwischen auch Videotheken mit Lehrmaterial, Fachliteratur und TrainingsDVDs füllen. Es gibt unterschiedliche Theorien und Ansätze, etwa im Bezug auf die "Schwungebene" oder die richtige "Ansprechposition". Man ist anfänglich grenzenlos überfordert an all die körperlichen Richtlinien zu denken wenn man den Schläger schwingt. Die Armstreckung, das Winkeln der Handgelenke, die Fußstellung, die Ausrichtung zum Ziel, die orthogonale Stellung der Schlägerkante zu der Ziellinie, um nur einige wenige zu nennen.
Wenn man aber zum ersten mal den Ball mit einem schönen Schwung richtig getroffen hat und ein sattes "TOCK" ertönt und der Ball richtung Horizont auf einer geraden Linie seine Reise in den Himmel antritt nur um ihm ewig hinterherzuschauen, dann fühlt man sich derart frei und erlöst, dass man nie mehr davon los kommt. Je länger man spielt und übt, die technischen Hürden Stück für Stück in den Griff zu bekommen, desto deutlicher wird, dass Golf ebenso ein mentaler Sport ist. Und genau da fängt die Reise erst an. An dieser Stelle kann man das Thema nur jedem selbst überlassen, denn es würde jeglichen Rahmen sprengen auf die psychologischen oder mentalen Aspekte beim Golf einzugehen. Das haben Qualifiziertere viel besser getan als wir es könnten...
Gesellschaft:
Alle Menschen sind gleich. Das wissen wir. Zumindest sollten wir ("wir als Menschen, nicht das Team") das wissen, denn unsere Gesellschaft zeigt uns leider viel zu oft etwas anderes. Starre Hierarchien in Beruf, Dresscode bereits auf dem Schulhof, "mein Haus, mein Auto, mein Pool"", etc.. Wir haben bereits Vorurteile (wenn auch nicht unbedingt negativ) gegenüber jemandem mit Tattoos und langen Haaren, gegenüber einer 19-jährigen Mutter, einem Frührentner und genauso gegenüber jemandem mit schickem Wagen, teurer Uhr am Arm und einen Golfclub-Ausweis im dicken Portemonnaie. Kurz: Wir haben alle, immer und überall Vorurteile. Die einen sagen das ist "natürlich", da unser Gehirn nur so in der Lage ist sich auf verschiedene Menschen und Situationen einzustellen, die anderen verteufeln Vorurteile als Gesellschaftsphänomen ("in anderen Kulturen ist alles besser") und wieder andere sagen schlichtweg "Vorurteile haben nur dumme Menschen" (ist das nicht auch ein Vorurteil *grübel*)... Wie dem auch sei, wir können uns dieser Sachlage nicht entziehen.
Um aber nun den Bogen zum Crossgolf zu spannen braucht es nicht viel. Selbst in unserem kleinen Team haben wir einen musikalischen "Metaller", einen "Clubber", einen freiliebenden Student und einen selbstständigen Familienvater. Wir sind gemischt, aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten/-richtungen und dennoch sind wir ein Team. Ein Team das füreinander einsteht, sich gegenseitig hilft, miteinander Bier trinken geht und mit dem man alles vergessen kann was einem sonst im Leben den Alltag erschwert. Das schafft Crossgolf! Es besteht kein Zweifel daran das jeder Mensch egal wie er aussieht, wo er herkommt, wie alt er ist oder was er verdient bei uns willkommen ist, vorausgesetzt er ist fair und bringt Humor mit. Und das wirklich erst ergreifende dabei ist, dass die meisten (und das heisst fast alle!) Crossgolfer das genauso erleben. Crossgolf verbindet und baut Grenzen ab.
Landschaft:
Viele Golfer schwärmen von den grünen Golfplätzen, der Natur und ihrer befreienden und beruhigenden Wirkung. Als Crossgolfer geht man nicht auf Golfplätze (zumindest nicht vorrangig). Es geht viel mehr darum die Welt in der wir uns täglich bewegen, in der wir Leben neu wahrzunehmen. Orte die für die einen lediglich ein Park mit Spielplatz sind werden für Crossgolfer zu idealen Spielgeländen (vorausgestzt man gefährdet niemanden) mit unterschiedlichsten Herausforderungen. Schmalere Engpassagen durch die man mit "sicherem Spiel" durchgeht oder mit einem gewagten Schlag versucht zu überbrücken, Hügel, Bäume, unebene Natur. Mehr noch, alte Industriegelände bieten unendlich viele Spielmöglichkeiten, selbst die gutbesuchte Innenstadt kann nach Geschäftsschluss zu einem aufregenden Spielfeld werden. Mit Nagelschere beschnittene Golfplätze sind sicherlich vergleichbarer, aber bieten definitiv weniger Abwechslung. Man betrachtet plötzlich die Welt in der wir leben aus einem gänzlichen neuen Blickwinkel und nimmt dabei viel mehr Details wahr als in unserem schnellen Leben der heutigen Zeit. Die Welt ist dein Spielplatz
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CROSSGOLF NINJAS Crossgolf Team Bielefeld
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